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Invasive Arten – Spezialfälle

Exotische Tierarten

Exotische Tierarten, wie verschiedene invasive Reptilien, Säugetiere oder Insekten, können in neuen Umgebungen erhebliche Probleme verursachen. Diese Tiere, die oft aus anderen Kontinenten stammen, etablieren sich schnell und stören heimische Flora, Fauna und menschliche Lebens­räume. Ihre Bekämpfung erfordert spezielle Kenntnisse und Strategien.

DIN EN 16636
IFS · AIB · BRC konform
Deutschlandweiter Einsatz
Über 200 Techniker*innen

Kapitel 01

Früherkennung, Prävention und professionelle Bekämpfung

Durch Globalisierung, internationalen Warenverkehr und Klimawandel gelangen zunehmend exotische Tierarten nach Deutschland, die hier ursprünglich nicht heimisch sind. Einige Arten können sich schnell ausbreiten und erhebliche Probleme für Gebäude, Infrastruktur, Landwirtschaft oder Ökosysteme verursachen.

Eine frühzeitige Identifikation und professionelle Bekämpfung ist entscheidend, um Schäden zu vermeiden und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Besonders im Fokus stehen derzeit drei invasive Arten:

  • die Drüsenameise (Tapinoma-magnum-Komplex)
  • die Asiatische Hornisse (Vespa velutina)
  • der Japankäfer (Popillia japonica)

Kapitel 02

Drüsenameise – Tapinoma-magnum-Komplex

Eine invasive Ameisenart mit riesigen Superkolonien

Die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer­raum und wurde vermutlich über Pflanzen- und Warenimporte nach Mitteleuropa eingeschleppt. In Deutschland breitet sich die Art seit einigen Jahren zunehmend aus.

Ein besonderes Problem ist ihre außergewöhnliche Kolonie­struktur: Sie bildet sogenannte Superkolonien, die aus zahlreichen Nestern mit mehreren Königinnen bestehen und Millionen von Arbeiterinnen umfassen können.

Typische Merkmale

  • Größe: etwa 2–4 mm, schwarz bis dunkelbraun
  • Zerdrückte Tiere verströmen einen intensiven, aceton- oder ranzig-butter­artigen Geruch
  • Bildet breite Ameisen­straßen und große Nestnetzwerke
  • Nester häufig unter Pflastersteinen, Terrassen oder Gehwegen

Risiken und Schäden

  • Unterhöhlung von Gehwegen, Terrassen und Pflaster­flächen
  • Eindringen in Wohnhäuser und Gebäude
  • Schäden an Strom- und Internet­leitungen durch massive Kolonien

Durch die enorme Populations­größe sind Tapinoma-magnum-Kolonien schwer zu bekämpfen. Hausmittel sind meist nur kurzfristig wirksam – professionelle Schädlings­bekämpfung mit systematischen Maßnahmen ist notwendig.

Kapitel 03

Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

Invasive Hornissenart bedroht Bienen und Ökosysteme

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südost­asien und wurde vermutlich über den internationalen Handel nach Europa eingeschleppt. Seit ihrem ersten Auftreten in Europa breitet sie sich kontinuierlich aus und wurde inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen.

Die Art gilt als invasive Spezies von besonderer Bedeutung, da sie eine erhebliche Bedrohung für Honigbienen und andere bestäubende Insekten darstellt.

Erkennungsmerkmale

  • Dunkler Körper mit gelb gefärbten Beinenden
  • Nester häufig in Bäumen, Gebäuden oder hohen Strukturen
  • Sehr aktive Jagd auf Bienen und andere Insekten

Auswirkungen

  • Starker Druck auf Bienenpopulationen und Bestäubungssysteme
  • Gefährdung der Imkerei und landwirtschaftlichen Erträge
  • Schnelle Ausbreitung – teilweise bis zu 100 km pro Jahr in Europa

Einzelne Tiere sind für Menschen nicht gefährlicher als heimische Hornissen. Dennoch sollten Nester nicht eigenständig entfernt, sondern von Fachleuten beurteilt und behandelt werden.

Kapitel 04

Japankäfer (Popillia japonica) – ein neuer Pflanzenschädling im Anmarsch

Gefahr für Landwirtschaft, Gärten und Grünanlagen

Der Japankäfer (Popillia japonica) gehört zu den bedeutendsten invasiven Pflanzenschädlingen weltweit. Nach mehreren Funden in Europa wurde der Käfer inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen und gilt als potenziell stark invasiv.

Merkmale des Japankäfers

  • etwa 8–11 mm groß
  • metallisch grün schimmernder Körper
  • kupfer­farbene Flügeldecken
  • charakteristische weiße Haarbüschel am Hinterleib

Schäden durch den Japankäfer

Der Käfer befällt über 300 verschiedene Pflanzen­arten, darunter Obstbäume, Weinreben, Zierpflanzen und landwirtschaftliche Kulturen. Larven schädigen im Boden die Wurzeln, erwachsene Käfer fressen Blätter und schwächen Pflanzen erheblich.

Meldepflicht und Prävention

Da sich der Japankäfer schnell ausbreiten kann, empfehlen Behörden:

  • Verdächtige Funde zu melden
  • Pflanzen­importe sorgfältig zu kontrollieren
  • professionelle Schädlings­bekämpfung einzubeziehen

Kapitel 05

Fazit

Die Bekämpfung exotischer Tierarten erfordert spezialisierte Kenntnisse, sorgfältige Planung und oft Fachleute. Durch präventive Maßnahmen, gezielte Überwachung und geeignete Strategien schützen Sie Ihre Umgebung vor den Heraus­forderungen invasiver Arten.

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Häufige Fragen

Antworten auf typische Fragen

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